Take Action Publications Press Room About Public Citizen Public Citizen Divisions Home
Promoting a sustainable energy future

JOIN US! |Take Action | Publications | About Energy Program | Contact Us
Search

For Keyword(s)
advanced search

Email Signup

Sign up for our free activist updates.

Industrielle Landwirtschaft: Eine Bedrohung für unsere Nahrung!

Industrielle Landwirtschaft kann unterschiedliche Ausmasse haben: Riesige Schweinehaltungen mit mehreren tausend Exemplaren, Hühnerhaltungen so gross wie Fussballfelder, Milchproduktionseinheiten mit 100’000 Kühen, Schlachthäuser, die bis zu 90 Hühner in der Minute erledigen. Diese Konzentration und Industrialisierung der Nahrungsmittelproduktion hat in den USA ein Ausmass angenommen, das für Europäer schwer vorstellbar ist. Trotzdem wird die Viehzucht auch in Europa zunehmend von der industriellen Produktion beherrscht und von einigen wenigen grossen Multis kontrolliert, welche weder auf die Umwelt, noch auf Menschenrechte, noch auf tiergerechte Haltung Rücksicht nehmen.

In Richtung eines Nahrungsmittelmonopols

Einige Multis kontrollieren heute den Landwirtschafts- und Nahrungsmittelsektor. Beispielsweise kann man Namen wie Smithfields, Archer Daniel Midlands oder Cargill überall auf der Welt antreffen – in den USA, in Brasilen sowie auch in Polen. Hinter bekannten nationalen Markennamen von Nahrungsmittelherstellern verstecken sich oft riesige Konglomerate mit fragwürdigen sozialen und ökologischen Verfahrensweisen. Diese Multis kaufen oft lokale Unternehmen von gutem nationalem Ruf auf und benutzen diese für ihre internationale Expansionspolitik. Hinzu kommt, dass sie mit ihrer Raubtier-Strategie Kleinbauern zu unterwürfigen Lieferanten machen. Diese übernehmen zwar die Tierzucht und –schlachtung, aber die Multis bestimmen die (extrem tiefen) Preise und führen die Bauern deshalb oft in den finanziellen Ruin.

Industrielle Landwirtschaft = Gefahr für die Umwelt

Einige Regionen in Europa leiden bereits unter der Ausbreitung industrieller Landwirtschaftsbetriebe. Diese sogenannten “Confined Animals Feeding Operations” (CAFO) nehmen keine Rücksicht auf tiergerechte Haltung und setzen Antibiotika ein, um die unkontrollierbaren Krankheiten abzuwehren, die sich in diesen überfüllten Anlagen wie Feuer ausbreiten. Hinzu kommt, dass diese ‘Tierfabriken’ die Ursache von Wasser- und Luftverschmutzung sind. Seit einigen Jahren haben sich industrielle Landwirtschaftsbetriebe in Zentral- und Osteuropa ausgebreitet, vor allem in Polen und Rumänien. Landwirtschafts- und Nahrungsmittelunternehmen ziehen einen grossen Vorteil aus den schlechten bestehenden Sozialbedingungen und aus den konzentrierten Landwirtschaftsstrukturen, die noch von der kommunistischen Ära herrühren. Ländliche Gemeinden in Polen sind vom exzessiven Düngereinsatz bereits zutiefst betroffen, der von diesen industriellen Betrieben ausgeht und Luft, Wasser und Erde verschmutzt. Die Naturlandschaft wird im Namen von Effizienz und Profitdenken geopfert.

Junk Food

‘Junk Food’ ist die direkte Konsequenz industrieller landwirtschaftlicher Methoden. Nahrung aus industriellen Betrieben hat keinen Geschmack, wurde mehrmals verarbeitet und ist weder nahrhaft noch gesund. Nahrungsmittel zu den tiefstmöglichen Preisen herzustellen führt zu Produktionsmethoden, die katastrophale Folgen für die menschliche Gesundheit haben. Pflanzenfresser wie Kühe werden zu Kannibalen, was zu Rinderwahnsinn führt. Hühner werden in überfüllten Betrieben gehalten, was Vogelgrippe zur Folge hat. Schweine werden in solch unhygienischen Bedingungen gehalten, dass der Einsatz von Antibiotika unerlässlich wird, was seinerseits zur Entstehung von resistenten Bakterien führt, die auch auf den Menschen übertragen werden können. Nahrungsmittel aus lokaler Produktion sowie aus nachhaltigen Kleinbauerbetrieben sind in Supermärkten immer schwieriger zu finden.

Ausbeutung und Arbeitslosigkeit

Industrielle Landwirtschaft schafft einige wenige schlechtbezahlte Arbeitsplätze, während sie gleichzeitig eine grosse Zahl von Bauern in den Ruin führt. Lokale Nahrungsmittelverarbeitungsbetriebe verschwinden und werden durch einige wenige zentralisierte Produktionseinheiten ersetzt. In den letzten zwanzig Jahren sind in Europa tausende von Schlachthäusern verschwunden.

Die industrielle Landwirtschaft muss gestoppt werden!

Industrielle Landwirtscahft schadet der Umwelt, der menschlichen Gesundheit und der Beschäftigung. Wir benötigen greifende Massnahmen, um ihre Ausbreitung zu verhindern. Gleichzeitig muss nachhaltige Landwirtschaft gefördert werden: Der beste Weg dazu ist eine faire Entlöhnung der (Klein-)bauern, die qualitative und nachhaltige Nahrung herstellen.

    » cmep | foodsafety | eu | eucafo | de


Because Public Citizen does not accept funds from corporations, professional associations or government agencies, we can remain independent and follow the truth wherever it may lead. But that means we depend on the generosity of concerned citizens like you for the resources to fight on behalf of the public interest. If you would like to help us in our fight, click here.


Publications



Join | Contact PC | Contribute | Site Map | Careers/Internships| Privacy Statement